| Post verfährt nach bekanntem Muster und wäscht ihre Hände in Unschuld |
| Freitag, den 17. Februar 2012 um 17:55 Uhr | Eine Pressemitteilung unseres Partnerverbandes BdKEP e.V. Die Kleinen werden gehängt – sagte schon Pontius Pilatus Es ist immer das Gleiche und alle Beteiligten einschließlich ver.di wissen, dass es nicht stimmt: Schuld ist der Subunternehmer, der sich auf die Knebelverträge eingelassen hat. Es geht hierbei um den Fall des Hamburger Subunternehmers der Deutschen Post, dessen Vertrag inzwischen gekündigt wurde, um eine unangenehme Berichterstattung loszuwerden. Über 100 Arbeitsplätze gehen verloren. Es ist nicht zu bestreiten, dass die Arbeitszeiten im Paketzustellgewerbe zu lang sind. Der BdKEP hat schon mehrfach darauf hingewiesen. Doch die langen Arbeitszeiten sind nicht dem Ausbeutungswillen des Post-Subunternehmers geschuldet, sondern erzwungen aufgrund der im Laufe der Jahre immer geringer gewordenen Bezahlung durch die Paketkonzerne. Es ist hierbei egal, ob es sich um Hermes, DPD, GLS oder Deutsche Post handelt. Alle zahlen zu wenig, weil Großversender wie Amazoon Niedrigpaketpreise erzwingen. Der Paketpreis müsste lediglich um einen Euro angehoben werden. Allerdings müsste dieses Geld auch beim Zustellunternehmen ankommen. Auch der BdKEP plädiert für eine Entlohnung im Rahmen bestehender Tarifverträge. Doch dann wird für DHL die Gewinnspanne bei der Beauftragung von Fremdunternehmen deutlich kleiner, es sei denn, die Paketpreise werden angehoben. Der Sinn des Outsourcings der Paketzustellung ist immer, Preise auf Kosten schlechter Entlohnung niedrig zu halten. Anzuklagen ist aus Sicht des BdKEP in diesem Fall die Deutsche Post und nicht der Subunternehmer. Doch DHL zieht sich durch Kündigung aus der Affäre der negativen Berichterstattung. Der BdKEP fordert, die Politik auf, für entsprechende Kontrollen zu sorgen und mit dem Trend „Geiz ist geil“ Schluss zu machen. Er fordert die Online-Besteller auf, genau zu überlegen, ob sie weiterhin Lohndumping unterstützen wollen. | |
| NDR-Sendung min. Die Paketsklaven |
| Donnerstag, den 08. Dezember 2011 um 17:57 Uhr | Die Paketsklaven Mit der Sendung "Die Paketsklaven" hat der NDR die Reihe der Medienberichte dieses Jahres über die Arbeitsbedingungen in der Paketdienstbranche weiter geführt. Der Bericht zeigt einen Insiderbericht über die Welt der Paketdienstfahrer. Um die "menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen" der Paketbranche aufzudecken, hat Reinhard Schädler selbst als Kurierfahrer gearbeitet - undercover. Im Zuge der Recherchen wurde auch Herr Berardi, Geschäftsführer des ISSiT e.V., interviewt. Dieses Interview wurde auf der Internetseite des NDR unter der Sendung 45min veröffentlicht (den Fernsehbericht "Die Paketsklaven" finden Sie hier). Es ist ganz klar ein Trend in der KEP-Branche zu erkennen, dass die Präkerität der Arbeit bei den großen Konzernen immer mehr zunimmt und die Öffentlichkeit über diese Zustände informiert werden möchte. Aus diesem Grunde mehren sich die Reportagen und Berichte über die Arbeitsbedingungen bei den Paketdiensten. Preiskampf, Konkurrenzdruck und Existenzängste, welche durch die großen Konzerne geschürt werden, belasten die Sub-Unternehmer der Paketbranche so sehr, dass letzlich nicht nur die Subunternehmer darunter leiden sondern insbesondere auch die Fahrer unter extremen Arbeitsbedingungen leiden müssen. Daher unterstützen wir die Medien, die Behörden und die Öffentlichkeit in der Aufarbeitung der Arbeitssituation, damit endlich dieser negative Trend gestoppt und verbessert werden kann. | | Dienstag, den 25. Oktober 2011 um 11:59 Uhr | DPD wegen Einbehaltung von Diesel-Zuschlägen verklagt Berlin, 25. Oktober 2011 - Pressemitteilung Eine DPD-Unternehmerin hat jetzt mit Unterstützung des BdKEP und seines Schwesterverbandes ISSiT Interessenverband selbständiger Subunternehmer im Transportgewerbe e.V. Klage eingereicht. Seit Jahren wurden ihr die Zuschläge, die DPD beim Kunden auf die Erhöhung der Dieselpreise einzieht, nicht ausgezahlt. Es ist schon länger üblich in der Paket- und Logistikbranche, die ständig schwankenden Treibstoffkosten durch entsprechend sich verändernde Zuschläge auszugleichen. Der BdKEP befürwortet diese Entwicklung. Doch in vielen Fällen wird der Zuschlag nicht dort ausgezahlt, wo die Kosten entstehen, nämlich beim Zustellunternehmen. Trotzdem wird dem Kunden versprochen, dass der Zuschlag ein Ausgleich für die Kraftstoffteuerung ist. Der BdKEP hatte sich darum bemüht, intern eine entsprechende Klärung einzuleiten. Doch DPD hatte verbindliche Gespräche darüber abgelehnt. So bleibt nur der gerichtliche Klärungsprozess. Der fehlende Treibstoffzuschlag ist ein wesentlicher Teil, warum die Arbeitsbedingungen in der Zustellung sich verschlechtert haben. Mit der jetzt erhoben Klage soll ein verbindliches Abrechnungssystem gerichtlich geklärt werden. Eine gleiche Konfrontation werden auch andere Paketdienste zu erwarten haben. Kaum ein Kurier- oder Paketdienst hat eigene angestellte Fahrer. Der Paketbote, der zustellt, ist zwar in der Regel angestellt, aber bei einem unabhängigen Zustellunternehmen, nicht beim namentlich bekannten Paketdienst. Das gilt für alle Paket- und Logistikunternehmen mit wenigen Ausnahmen. „Kraftstoffteuerungszuschläge sind durchaus ein geeignetes Mittel, um Preisstabilität im Paketmarkt herbeizuführen;“ so Rudolf Pfeiffer, der Vorsitzende des BdKEP. „Dann muss aber der Teuerungsfaktor auch dort beseitigt werden, wo er entsteht.“ BdKEP und ISSiT bemühen sich um auskömmliche Rahmenbedingungen der Transport- und Zustellunternehmen. Der BdKEP tritt als Wettbewerbsverband für geordnete und faire Wettbewerbsbedingungen der Branche ein. Berlin-Repräsentanz für BdKEP Bundesverband der Kurier-Express-Post-Dienste e.V., ISSiT Interessenverband selbständiger Subunternehmer im Transportgewerbe e.V., pagd Postagenturnehmerverband Deutschland e.V. | | Diskussionsforum ver.di in Koblenz |
| Freitag, den 30. September 2011 um 11:26 Uhr | Subunternehmen PaketdiensteDen letzten beißen die Hunde Samstag, 1. Oktober informiert ver.di Rheinland-Pfalz ab 10 Uhr im Koblenzer Haus Horchheimer Höhe über die Arbeitsbedingungen in der Paketzustellung und diskutiert mit Verantwortlichen und Betroffenen. Sachverständiger ist Professor Dr. Hajo Holst von der Universität Jena. Im Podium diskutieren Doris Bartelmes vom Arbeitsministerium, Robert Gensmann von der Finanzkontrolle Schwarzarbeit, Andreas Duderstaedt vom Gewerbeaufsichtsamt, Giovanni Beradi vom ISSiT, einem Verband der Subunternehmer und Sigurd Holler von ver.di. Die Paketzustellung ist ein hartes Geschäft. In den Markt drängen zahlreiche Anbieter, die sich gegenseitig unterbieten. Die Zustellung selbst macht kaum einer der bekannten Unternehmen. Die Gewinnmargen sind so gering sind, dass Subunternehmen eingesetzt und unter Druck gesetzt werden. „Den letzten beißen die Hunde“, sagt Birgit Sperner, bei ver.di Rheinland-Pfalz zuständig für Postdienste Speditionen und Logistikunternehmen. | |
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